Waffenentwicklung 1. Weltkrieg

[Panzer] [Giftgas] [Waffen] [U.Boote] [Flugzeuge]


Entwicklungen der Kriegsgeräte im I Weltkrieg

[erbeuteter britischer Tank wird in Berlin vorgeführt, um 1917] [ein detsches U-Boot, Postkarte von 1917 [Gasschutzmaske mit Behälter] [In der Abwehrstellung, plötzlicher Gasangriff]



Entwicklung des Panzers

Im Februar 1916 begann England unter dem Decknamen "tanks" die Serienproduktion gepanzerter Kampffahrzeuge. Die geländegängigen "tanks" sollten Breschen in die deutschen Graben- und Sperranlagen schlagen und den nachsetzenden Infanterie- und Kavallerieeinheiten den Sturm durch die feindlichen Linien zu ermöglichen. Ihrem ersten Großeinsatz hatten sie am 20. November 1917 in der Schlacht bei Cambrai. 378 englische "tanks", unterstützt von 96 sogenanten Hilfspanzern und 400 Flugzeugen, überrollten die deutschen Stellungen. Nach dem erfolgreichen Panzervorstoß von Cambrai ging die deutsche oberste Heeresleitung (OHL) zu einer flexibleren Strategie über. Aus taktischen Gründen wurde nun Gebiet preisgegeben, um stärkere Widerstandslinien gegen die feindlichen Panzer leisten zu können. Den "tanks" von Briten und Franzosen hatte die deutsche Heeresleitung nichts Vergleichbares entgegenzusetzen. Während die Alliierten bis Kriegsende rund 5.000 gepanzerte Kampffahrzeuge produzierten, reichten die deutschen Ressourcen nur zum Bau von 20 gepanzerten Kampfwagen des Typs A7V.


Entwicklung des Giftgases

Giftgas nach einer Empfehlung von Fritz Haber, dem Leiter der chemischen Abteilung im preußischen Kriegsministerium, wurde in der Schlacht bei Ypern am 22. April 1915 erstmals Giftgas eingesetzt. Die seit 1914 von der obersten Heeresleitung (OHL), Wissenschaftlern und Industriellen vorbereitete Entwicklung und Produktion chemischer Kampfstoffe war ein grober Verstoß gegen die Haager Landkriegsordnung. Als am 22. April aus 5.730 Stahlflaschen 180 Tonnen flüssiges Chlor abgeblasen wurden, starben auf alliierter Seite ca. 3.000 Soldaten, weitere 7.000 waren Gasgeschädigte. Vom Gasblasen ging Frankreich zum Gasschießen mit phosgengefüllten Granaten über. Deutschland setzte immer wieder neue Kampfstoffe ein. Dies waren z.B. das lungenschädigende und hautschädigende Grünkreuz, Leder und Textil durchdringendes Gelbkreuz, dass sogenante Blaukreuz, ein die Atemfilter durchdringender Schwebestoff, (er zwang wegen seiner Reizwirkung zum Abnehmen der Gasmasken). Das Verschießen dieser "Maskenbrecher" - in Kombination mit Grünkreuz - wurde als "Buntschießen" bezeichnet: Atemnot und Hustenreiz steigerten sich zum Erstickungsanfall. Der Tod trat bei fast vollem Bewußtsein ein.


Enwicklung neuer Waffen

Die Militärs der europäischen Mächte waren bis 1914 der Meinung, dass nur der offensiv geführte Kampf und der Angriffswille der Soldaten die Schlacht entscheiden würden. In den ersten Wochen kam es zum Bewegungskrieg an allen Fronten. Aber im Feuer der feindlichen Infanteriewaffen und Geschütze fanden die schnellen Angriffe der Soldaten immer wieder ihr blutiges Ende. Die modernen Waffen hatten die Strategien des 19. Jahrhunderts mit ihrer Angriffstaktik unzeitgemäß werden lassen. Aus dem Bewegungskrieg wurde schnell ein Stellungskrieg, und aus den anfänglichen Befestigungslinien entstanden kilometertiefe Verteidigungszonen. Im Russisch-Japanischen Krieg (von 1904/05) und in den Balkankriegen hatten die eingesetzten MG-Waffen ihre große Wirkung und Feuerkraft unter Beweis gestellt. Dennoch würde das MG "nur" als Hilfswaffe der Infanterie eingestuft. Im Fronteinsatz wurden die Maschinengewehre bald zu einer Hauptfeuerwaffe der Infanterie. Im deutschen Heer war es zunächst das MG 08, später die leichtere Variante das MG 08/15. Als Fliegerabwehr war das MG nicht geeignet, da das entsprechende Stützsystem fehlte. Auch zur Abwehr der Tanks mußten Abwehrwaffen entwickelt werden. Dazu gehörte das "Tankgewehr", von dem ca. 4.800 Stück zum Einsatz kamen.


Enwicklung der U - Boote

Als Reaktion auf die von den Briten verhängte Seeblockade erklärte die Seekriegsleitung die Gewässer um die Britischen Inseln zum "militärischen Operationsgebiet". Die wenigen U-Boote sollten dort eine Gegenblockade errichten. Da aufgetauchte U-Boote den Geschützen von Handelsschiffen gegenüber schutzlos waren, befahl die Marineleitung am 22. Februar 1915, Schiffe der Feindstaaten ohne Vorwarnung zu torpedieren. Dieses Vorgehen rief scharfen Protest bei den neutralen Staaten hervor, besondere in der USA. Als ein deutsches U-Boot am 7. Mai 1915 den britischen Passagierdampfer "Lusitania" versenkte, befanden sich unter den 1.200 Opfern auch 139 US-Staatsbürger. Aus Angst um den Enstieg der Amerikaner in den Krieg wurde der uneingeschränkten U-Boot-Krieg zunächst eingestellt. Angesichts der immer schlimmer werdenden Versorgungslage erklärte die Marineleitung , England werde bei einer Wiederaufnahme des uneingeschränkten U-Boot-Kriegs nach sechs Monaten kapitulieren. Daraufhin nahm die oberste Heeresleitung (OHL) diesen Krieg am 1. Februar 1917 wieder auf. Das führte zur amerikanischen Kriegserklärung (6. April 1917).


Enwicklung der Luftwaffe

Es war beim Ausbruch des Krieges kaum zehn Jahre her, dass Wilbur und Orville Wright ihren ersten Flug absolviert hatten. Die Militärflugzeuge der damaligen Zeit hatten eine Höchstgeschwindigkeiten von 60 bis 80 Meilen pro Stunde, sie flogen nicht einmal so schnell wie die Autos der Zeit fuhren. Zu Beginn des Krieges flogen die Piloten unbewaffnet. Sie führten Aufklärungsflüge über gegnerischen Gebiet aus und meldeten gegnerische Stellungen. Deshalb wurde überlegt, wie gegnerische Aufklärungsflüge gestoppt werden könnten. Als Lösung dieses Problems kam man schnell zum Entschluß, dass die Flugzeuge mit Waffen ausgerüstet, in der Lage wären die gegnerischen Aufklärungsflugzeuge vor der Weitermeldung von Informationen abzuschießen. Zunächst führten daher die Piloten Pistolen, Gewehre, Ziegel und Handgranaten als Bewaffnung für den Luftkampf mit. Diese Methode war ziemlich nutzlos, es gab nur einen Abschuß und der war von einem Alliierten im Januar 1915 mit Hilfe eines Karabiners.Im darauffolgenden Monat stattete Roland Garros (Alliierter), ein Flugzeug mit Maschinengewehr aus. Er befestigte an seinen Propellerblättern Metallplatten und brachte die Blätter in eine Stellung, in der die Kugel des hinter dem Propeller befestigten Maschinengewehrs, die sie trafen, keine großen Schäden hervorriefen. Er gab den Propellerblättern eine solche Form, dass die Kugeln nicht in seine Richtung abprallen konnten. Allerdings lockerten sich die Propeller nach längerer Zeit. Die Deutschen waren jetzt im Nachteil da sie keine Maschine hatten mit der sie durch die Propelloe schießen konnten. Doch das änderte sich als im April Garros auf Grund eines Technichen defeckts im Deutschengebiet notlanden mußte. Die Deutschen sahen sich den Propeller an und zeigten ihn dem Flugzeugkonstrukteur Anthony Fokker. Der daraufhin eine Vorrichtung konstruierte bei der das Maschinengewehr am Rumpf befestigt wurden ist. Mit Hilfe einer Nockenwelle die mit dem Motor verbunden war, konnte man so durch den Propeller schießen ohne ihn zu beschädigen. Der Trick war der, dass die Nockenwelle dem MG sagte, wann es aufzuhören hatte, zu feuern. Diese Vorrichtung war der Beginn des "modernen" Luftkrieges.


[Maschienengewehr Typ 08, system Maxim mit Lafette von 1914] [Tankgewehr von 1918, system Mauser] [Zerstörter Tank um 1917] [deu. U-Boot beim Kanonnenschuß auf feindlischen Dampfer]
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